Neue Bundesförderung für effiziente Gebäude

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Rund 35 Prozent der gesamtdeutschen Endenergie wird in Gebäuden verbraucht. Bis zum Jahr 2050 will die Bundesregierung einen klimaneutralen Gebäudebestand realisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Bundesregierung die bisherigen Förderungen der KfW und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Wärme neu geordnet, gebündelt und übersichtlicher gestaltet.

Die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) enthält nur noch drei Teilprogramme: Vollsanierung von Wohngebäuden (BEG WG) bzw. Nichtwohngebäuden (BEW NWG) sowie Einzelmaßnahmen (BEG EM). Ziel der Zusammenfassung ist es, den Zugang zur Förderung zu vereinfachen, Antragsverfahren zu erleichtern und Anreize für ambitioniertere Maßnahmen zu setzen. Alle Programme werden jeweils in einer Zuschuss- und einer Kreditvariante angeboten. Außerdem können Hauseigentümer jetzt mit nur einem Antrag finanzielle Unterstützung bekommen, auch wenn sie mehrere Maßnahmen beantragen. Zudem erhalten sie höhere Zuschüsse. Für besonders nachhaltige Neubauten beispielsweise gibt es jetzt eine erhöhte Förderung.

Ab 1. Juli sind alle Programme in Kraft
Die BEG EM ist als Zuschussförderung zum Jahresbeginn 2021 beim BAFA gestartet und hat bereits eine sehr hohe Nachfrage erfahren. Einzelmaßnahmen sind solche, die nicht den Effizienzhausstandard für ein Gebäude insgesamt erreichen. Wer also zum Beispiel seine alten zugigen Türen und Fenster ersetzen oder die Fassade und das Dach dämmen möchte, der kann einen Kostenzuschuss in Höhe von 20 Prozent beantragen. Die BEG NWG und BEG WG (Zuschuss- und Kreditvergabe) sowie die BEG EM in der Kreditvariante treten bei der KFW ab 1. Juli 2021 in Kraft. Wer sein Bauvorhaben fachgerecht planen und begleiten lassen möchte, kann sich zukünftig mit demselben Antrag auch das mit der BEG fördern lassen. Den Bearbeitungsstand ihrer Unterlagen können Antragsteller laut BAFA künftig zusätzlich online einsehen. Anträge für eine Förderung müssen für alle drei Teilprogramme vor Maßnahmenbeginn beim BAFA gestellt werden.
Bei der Entscheidung, welche Maßnahmen umgesetzt werden, können Energieeffizienz-Experten einbezogen werden. Die Kosten dafür werden durch die Programme "Energieberatung für Wohngebäude (EBW)" und die "Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN)" mit einem Zuschuss in Höhe von 80 Prozent gefördert. Weitere Informationen über die BEG sind unter deutschland-machts-effizient und auf den Internetseiten von BAFA und KfW zu finden.